Befallenssymptome:
An Blättern, Blüten und Früchten sind braune Faulstellen, die mit einem grauen Pilzrasen überzogen sind. Er kann auf lebenden und toten Pflanzen leben.
Beschreibung:
Das Myzel ist gräulich oder bräunlich. Die Träger der Konidien sind septiert und mehr oder weniger verzweigt. Die Sporen sitzen an den Zweigenden. Durch reichliche Bildung von Konidien wird ein grauer bis schwärzlicher, häufig staubender, Pilzrasen ausgebildet. Die Konidien werden etwa neun bis zwölf Mikrometer lang und zwischen sechs und zehn Mikrometer breit.
Sehr selten werden in oder an Pflanzenteilen schwarze, innen weiße, Sklerotien ausgebildet, aus denen dann ein gestielter, kelch-, becher- oder schüsselförmiger Apothecium genannter Fruchtkörper entspringt. Hier werden die Ascosporen ausgebildet.
Ökologie:
Wie alle Botrytis-Arten lebt die Grauschimmelfäule als Parasit, dabei induziert sie die Apoptose der befallenen Zellen im befallenen Gewebe der infizierten Pflanzen. Dies führt zum fortschreitenden Zerfall des Gewebes (Fäule). Alle anderen Arten der Gattung sind dabei auf eine oder wenige Wirte spezialisiert, nur die Grauschimmelfäule kann als Generalist mehr als 235 Wirtspflanzen befallen.
Die Art kann sich sexuell fortpflanzen, tut dieses aber nur sehr selten. Die Konidien werden über den Wind verbreitet. Die Pilze überwintern als Mycel im Boden innerhalb der faulenden Pflanze, oder bei generativer Vermehrung als Sklerotien.
Schaden:
Die Grauschimmelfäule kann hohen Schaden an vielen wichtigen Agrarerzeugnissen verursacht. Für die menschliche Gesundheit stellt die Grauschimmelfäule vor allem durch sein hohes allergenes Potential eine Gefährdung dar.

Entwicklung:
Der Pilz überwintert am abgestorbenen Pflanzenteil mit Hilfe von Sklerotien. Im Frühjahr wächst daraus infektionstüchtiges Myzel. Dies trinkt in das Gewebe ein und zerstört es. Es ist ein Innenpilz und tötet es. Auf dem abgetöteten Gewebe bildet sich ein mausgrauer Schimmelbelag (=Sporenbildung).
Vermehrung durch Wind und Wasser. Im Herbst Bildung schwarzer Dauerkörper.
Bekämpfung:
Abgefallenes Material wegräumen und entfernen. Optimale Kulturführung, vorsichtig Gießen, damit die Pflanze abtrocknen kann, Heizen, Lüften, Bodendesinfektion, Dämpfen. Spritzmittel: Teldro, Switch